Delinat-Weine: Winzer Timo Dienhart im Interview

Shownotes

An der Mosel da sprießt der Wein seit Jahrtausenden und bis heute ist die Region bekannt für hochwertigen Riesling und andere edle Tropfen. Einer der Winzer ist Timo Dienhart, schon in 10. Generation baut seine Familie Wein an und das nach strengsten Bio-Vorgaben. Joris hat den leidenschaftlichen Rheinland-Pfälzer getroffen, der sich intensiv mit nachhaltigem Anbau beschäftigt - voller Leidenschaft fürs Handwerk und den Genuss - und der seit vielen Jahren auch über unseren Partner Delinat seine Weine verkauft. Was treibt ihn an, welche Philosophie steckt hinter Delinat und was passiert eigentlich hinter den Kulissen eines Weinguts?

Hier geht es zum Weingut:

Dieser Podcast entsteht mit freundlicher Unterstützung von LTA Reiseschutz. Die inhaltlich unabhängigen Recherchen ermöglichen wechselnde Tourismusverbände, Hotelpartner und Reiseagenturen.

Transkript anzeigen

00:00:00: An der Mose in Rheinland-Pfalz, da sprieß der Wein seit Jahrtausenden.

00:00:04: Und bis heute ist die Region bekannt für hochwertigen Riesling und andere Edel-Tropfen.

00:00:10: Einer der Winzer ist

00:00:11: Timo Dienhardt.

00:00:12: Schon in Zehnter Generation baut seine Familie Wein an, und das nach strengsten Vorgaben.

00:00:18: Joris hat Timo getroffen.

00:00:19: Er beschäftigt sich intensiv mit nachhaltigem Anbau, voller Leidenschaft für Handwerk und Genuss.

00:00:26: Seit vielen Jahren verkauft er über den Weinversandhändler Delinat seine Produkte.

00:00:31: Was

00:00:31: treibt ihn an?

00:00:32: Welche Philosophie steckt hinter Delinat und was passiert eigentlich hinter den Kulissen eines Weinguts?

00:00:39: Ja, wie startet man ein gutes Gespräch mit einem guten Winzer, natürlich indem man anstößt.

00:00:44: Wir haben ein bisschen was im Glas.

00:00:45: Zum Wohl.

00:00:47: Oh, das klingt gut.

00:00:49: Oh, das schmeckt auch gut.

00:00:50: Ja, ne?

00:00:51: Das ist jetzt ein Riesling vom Schiefer.

00:00:53: Oh, okay.

00:00:55: Schön ein leichter Begleiter für fast alle Gelegenheiten.

00:00:59: So oberkante Trocken ist er immer, hat noch so ein bisschen dienische Restzüße, der halt dann einfach immer gut ankommt gerade mit so einem schönen Riesling.

00:01:06: Ja.

00:01:06: Wow.

00:01:07: Der ist gut, der ist sehr schön.

00:01:09: Und wenn wir mal schauen, ich finde ja bei Weinflaschen auch immer das Etikett ganz schick.

00:01:14: Ja.

00:01:14: Beschreibt mal.

00:01:15: Das vielleicht als erste Frage an dich.

00:01:17: Ist das Etikett manchmal sogar wichtiger als das, was in der Flasche ist?

00:01:20: Ich hoffe nicht.

00:01:22: Aber es ist natürlich so, dass das Etikett für den Kunden eigentlich so die erste Entscheidung bringt.

00:01:27: Ja.

00:01:28: Also gefällt das Etikett?

00:01:29: Ja, nein.

00:01:30: Und was sagt das Etikett aus?

00:01:31: Bei uns hat dieses... Die Timodin hat Logo, mein Name, mit der schönen Schafgabe als Silhouette am Rand.

00:01:38: Und das Unterteil ist in diesem dunklen Petrolgrün, was so eine traditionelle Mosel-Schifa-Farbe einfach für mich ist, also wo gut zu unseren Weinen passt und auch gerade zum Vom-Schifa einfach eine tolle Farbe ist.

00:01:54: Okay, dann kommen wir doch gerne auch zum Produkt.

00:01:56: Du stellst verschiedene Weinsorten her, vertreibst sie unter anderem auch über Delina.

00:02:00: Darüber sprechen wir später noch.

00:02:02: Was ist so dein Alltag?

00:02:03: Wie gehst du vor?

00:02:04: Wie früh stehst du auf?

00:02:06: Ja, also die Regelarbeitszeit ist immer so acht bis achtzehn Uhr und dann im Herbst ist das immer so plus fünf bis zehn Stündchen.

00:02:14: Also jetzt sind schon oft lange Tage.

00:02:15: Aber ich sage mal, wenn man nach zehn, zwölf Stunden nicht geschafft hat, da wird es dann auch schwer, das am Rest des Tages nachzuholen.

00:02:21: Aber es ist natürlich so, wenn die Natur dort verlangt.

00:02:24: Der Herbst ist natürlich schon immer so bis Anschlag, wo man sich dann auch mal als Chefmittag ein bisschen hinlegen muss, weil man eventuell die Nacht vorher noch lange an den Fässern gestanden hat, Rotmeische gestampft hat oder die Weine quasi zur Gärung vorbereitet hat.

00:02:38: Das klingt immer so romantisch, das wir uns erleben, ist es aber leider nicht.

00:02:41: Ach wirklich, ne?

00:02:42: Ich dachte, du streifst so durch die Reben mit deinen Fingern und die Sonne strahlt er so durch.

00:02:46: Genau.

00:02:46: Zum Teil aber schon auch.

00:02:47: Also ich bin ja hier hingefahren und es liegt schon malerisch hier, ne?

00:02:51: Muss man sagen.

00:02:52: Ne, Trier, Rheinland-Pfalz, schöne Berge, euch geht schon gut hier.

00:02:56: Ja klar, also die Landschaft ist jedes Mal wieder bezaubernd, ist auch absoluter Motivator für uns.

00:03:02: Wir sind ja auch Landschaftspfleger im weitesten Sinne, also nicht nur Winzer und... Kellermeister, sondern auch wirklich für die Umwelt da.

00:03:12: Da ist bei uns auch ein ganz wichtiger Punkt im Programm.

00:03:17: Gucken wir mal auf die Weine, die du so... herstellst hier.

00:03:20: was was hast du alles im angebot welche rebsorten sind ist was treibt dich besonders an?

00:03:24: was schmeckt am besten?

00:03:26: ja also bei uns ist traditionell natürlich der riesling das ding dank dem kurfürst wenn es ist laus.

00:03:33: vor uns zwei hundert jahren der per decret verordnet hatte das nur noch riesling gepflanzt wird sind wir das größte zusammenhängende riesling weinbaugebiet der welt.

00:03:41: klingt jetzt so gigantisch, aber die Mosel ist schon nur noch neuntausends Hektar groß und wir sind am Schrumpfen.

00:03:47: Also es geht von der Fläche her ein bisschen nach hinten.

00:03:51: Bei uns ist Riesling mit sechs Prozent nach wie vor noch wichtigste prägende Sochte.

00:03:55: Dann kommt der Pinot Noir alias spätbegunter mit zwanzig Prozent.

00:04:00: Auch eine geliebte Rebsorte von mir, weil man alles draus machen kann.

00:04:03: Weißgekält hat einen Blondenoir, einen wunderbaren Rosé oder auch ein Rosé Secco.

00:04:09: Ganz geniale Sektor.

00:04:10: Also ist immer bei uns ein ganz wichtiges Produkt im der Cremont im Programm aus dem Pinot in der Regel.

00:04:16: Manchmal auch mit ein bisschen Chardonnay dabei, der aber nur drei Prozent der Rebsfläche ist.

00:04:21: Oder einen richtig geilen Rotwein, der auch den Vergleich mit sehr teuren Burgundern aus der Französischen Mutterregion dieser Rebsorte nicht scheut.

00:04:32: Und dann haben wir natürlich die Pivis nennenswert im Programm.

00:04:35: Da ist der Superstar für uns hier an der Mosel schon der Sauvignac, der hat auch Riesling in der Genetik.

00:04:40: Pivis kurz erklärt, das sind einfach Pilzwiderstandsfähige Reben.

00:04:44: Ein bisschen sperriger Begriff, so hat mich aber dran gewöhnt, ist so definiert.

00:04:47: Und ist echt ein Stück Zukunft.

00:04:49: Also die Pivis sind für mich eigentlich der absolute Joker.

00:04:54: Super, super duper Wein, der den konventionellen in Anführungszeichen alten Rebs auch nix nachsteht, teilweise sogar die Palette noch bereichert und echt einfach weniger Pflanzenschutz, also aktiver Umweltschutz eigentlich Deluxe.

00:05:11: Also das geht nicht mehr besser, sag ich immer.

00:05:13: Wir sind aber trotzdem am Forschen und am Suchen nach noch besseren Reben, die halt unser Land auch

00:05:19: braucht.

00:05:20: Da sind wir ja auch schnell beim Thema Klimawandel.

00:05:23: Auch die Dinge, die sich dadurch in deinem Joballtag ändern.

00:05:27: Also ihr seid parallel auch immer am forschen wahrscheinlich.

00:05:29: Was geht noch bei dem Klima aktuell?

00:05:31: Wie wird sich das in Zukunft möglicherweise leider zum Negativen auch verändern?

00:05:34: Worauf müsst ihr da besonders achten, dass auch der Geschmack möglichst gleich vielleicht sogar noch besser ist?

00:05:40: Ja, die Klimawandeldebatte ist ja... durchaus nichts Neues.

00:05:46: Also die Vordenker der Achtziger, die halt schon gesagt haben, wenn wir so weitermachen, da wird das ganz schön harisch.

00:05:51: Die haben einfach recht.

00:05:52: Also wir müssen dringend was ändern.

00:05:54: Deshalb ist unser Betrieb auch CO² positiv.

00:05:56: Wir lagern die CO² im großen Teil wieder in der Erde an.

00:06:01: Und so haben wir halt eine positive CO²-Bilanz.

00:06:04: Dazu haben wir natürlich noch Photovoltaik auf den Dächern.

00:06:07: Fahren, wenn es geht, elektrisch.

00:06:09: Leider noch mit den Schleppern.

00:06:10: Das gibt es leider noch nicht in verwertbarer... Form und machen halt viel im Thema Artenschutz und auch CO-Bindungsthemen, Bäumchenpflanzen.

00:06:21: einfach so ein bisschen nachdenken, bei dem was wir tun.

00:06:24: ... von welcher Fläche sprechen wir bei dir?

00:06:26: Welches Weinanbaugebiet?

00:06:27: Quadratkilometern oder wie?

00:06:29: Wir messen in Hektar oder in A. Also wir haben zwölf Komma fünf Hektar.

00:06:35: Das klingt jetzt erst mal nicht so groß für alle, die in der Landwirtschaft zu Hause sind.

00:06:38: Ist dann ein Minibetrieb.

00:06:40: Aber hier in der Mosel, wo also die Durchschnittsgröße unter fünf Hektar liegt, ... ... und man schon so tausend Stunden rechnen muss, ... ... die man da rund um die Reben einfach ... ... um Krabbeln ist im Steilhang, ... ... ist dann natürlich schon ein bisschen Arbeit.

00:06:52: Krabbeln meinst du auch wirklich persönlich?

00:06:54: Man geht da mal auf die Knie, muss richtig noch anpacken und ackern.

00:06:57: Oder ist es viel auch mit Maschinen, was ihr da auf der wirklich großen Fläche machen könnt?

00:07:01: Ja, mit zwölfem High-Pack.

00:07:02: Da sind wir, wie gesagt, für die Mosel schon groß, aber wir haben halt einige so im Saalzug oder

00:07:06: wo

00:07:07: quasi dann einfach die Handarbeit der bestimmende Faktor ist, wo von zwanzig Stunden im Weimeck dann nur eine Stunde maschinell möglich ist.

00:07:15: Die wird dann an der Raupel oder mit einem Seilzug, dann mit einem Krober zum Beispiel zu arbeiten, weil man das alles mehr von Hand hacken kann, wenn man mal ein bisschen am Boden wühlen möchte und muss, um halt dem Kraut herzuwerden.

00:07:27: Das muss man hier und da auch als Bio-Winster machen müssen.

00:07:31: Aber der Löwenarteil ist natürlich, bleibt die Handarbeit.

00:07:34: Und dann haben wir noch einiges, was auch sogenannt Direktzug fähig ist, aber alles im Hang.

00:07:38: Also wir haben wirklich nur einen einzigen ganz flachen Weinberg.

00:07:40: Der Rest ist alles im wunderschönen Schieferberg hier im Lieblingsberg Honigberg.

00:07:45: zum Löwenanteil bei Heimat.

00:07:48: Hast du auch mal irgendwie in der Lesezeit eine Schritte getrackt, mal geguckt, so auch wie der Puls hoch und runter geht, das ist schon fast ein richtiger Sport.

00:07:55: Ja klar, also das ist Sport.

00:07:57: Also jeder, der hier mitgeholfen hat in der Lese oder auch bei den ganzen Arbeiten rund um die Jahr, wundert sich immer wie viel körperliche Arbeit das auch ist.

00:08:06: Da bist du also morgens schon oft, also am normalen Lesetag, wenn es um sechs losgeht, wo ich dann im Keller schon ein bisschen rumflitze.

00:08:11: ... die Kellertreppe schon fünfmal gerannt bin ... ... und ... ... bis das alles läuft im Weinberg ... ... wünsche ich auch schon mal morgen ... ... zum Elf schon bei den Zehntausend Schritten ... ... die empfohlen werden am

00:08:21: Tag.

00:08:21: Respekt, okay.

00:08:22: Ja, sehr schön.

00:08:23: Und ... ... du hast es ja auch gelernt.

00:08:25: Es ist ja ein wirkliches Handwerk.

00:08:27: Viele haben ja diese romantische Vorstellung ... ... okay, so ein Weingut ... ... und da mach ich da helfe ich da so ein bisschen mit ... ... vielleicht Investoren, träumen ja davon.

00:08:33: Es gibt Fernsehmoderatoren, die sowas auch ... ... tun angeblich.

00:08:36: Du machst es wirklich.

00:08:37: Du hast es gelernt.

00:08:39: Wie wird man eigentlich Profi Winzer?

00:08:41: Ja, ein Winzer macht traditionell gesehen eigentlich am besten erst mal eine leere in fremden Betrieben, auch wenn er aus dem eigenen Betrieb spielt.

00:08:47: Ich bin auch schon zehnte Generation in der Familie Winzer.

00:08:51: Man könnte ja meinen, das hat man mit der Muttermilch aufgesogen, ne, ist nicht so, also man muss es lernen.

00:08:56: Du hast dann drei Jahre Lehre in der Regel, wo man auch in anderen Betrieben einfach so viel sieht, wie nie wieder danach im Leben, auch in den Job einfach gut reinkommt und da fremder Führung dann auch arbeiten sollte mal, um das auch zu beherrschen, auch diese Arbeitnehmerseite kennenzulernen.

00:09:13: Dann habe ich die Fachschule besucht in Bad Kreuz, nach Wadi damals, und hat eine vorzügliche Ausbildung genossen.

00:09:20: Techniker nennt sich mein Titel, das ist im Prinzip wie ein Ingenieur nur über den praktischen Bildungsweg.

00:09:24: Also ich bin nach der Realschule mit sechs in die Lehre gegangen, war dann zwei Jahre in einem sehr guten konventionellen Betrieb.

00:09:31: Max Verlin und Richter in Mühlheim.

00:09:33: habe ich vor allem viel in der Kellerwirtschaft gelernt und auch über den Rieslingen, die verschiedenen Lagen der Mittelmusel, die da im Portfolio sind, das war schon eine sehr, sehr schöne Zeit.

00:09:42: Und dann ging es ein Jahr zur Lotte Pfeffer nach Rheinhessen, wo ich dann in einem Ur-Öko-Betrieb, habe ich immer gern gesagt, die also quasi teilweise Böden noch nie mit irgendeinem Herbizid behandelt haben, die einfach ultrafruchtbar sind, wo der Bodenhorizont einfach ein Meter höher ist, wie bei manchen Nachbarn, die den Boden so erodieren haben lassen, dass das einfach nur zum Heulen ist.

00:10:02: und auch wo über viele Dinge nachgedacht wird unter anderem ähnlich wie... bei uns ja auch mittlerweile, wo man einfach versucht, Plastik wegzulassen, Papierklebebänder und also Sachen einfach so ein bisschen um die Ecke geschaut wurde.

00:10:15: und auch die Biodynamie hatte damals auch schon hier im Betrieb Einzucht gehalten.

00:10:20: und da sollte man auch wirklich lernen.

00:10:21: Da muss man schon ein paar Workshops machen und muss da so ein bisschen fühlen lernen und auch die bildschaffende Methoden, Bildekräfte, ein ganz interessantes Feld um halt wirklich auch zu wissen, was man da braucht und was man tut.

00:10:35: bio wichtige stichwort du hast schon ein zweimal genannt und zertifizierter bio betrieb zu sein heißt ja auch du musst dich an viele vorgaben halten.

00:10:43: es gibt immer wieder kontrollen.

00:10:45: man musste selbst aber auch ein bisschen wollen und leben und das hör ich schon so ein bisschen raus.

00:10:49: du bist überzeugter öko winzer kann man wahrscheinlich so sagen.

00:10:53: ja wenn du ganz ehrlich bist merkt man das auch im geschmack oder ist es vor allem die art der arbeit.

00:10:58: Natürlich ist erstmal die Art der Arbeit.

00:11:00: Ich will auch keinem konventionellen da die Butter vom Brot nehmen und sagen, da ist jetzt alles Mist, was ihr da macht, aber es gibt schon Unterschiede.

00:11:07: Also die wichtigsten Säulen vom Ökoanbau einfach mal kurz erklärt sind, verzicht auf chemisch synthetische Dünger.

00:11:14: Das heißt also nicht, diesen Haber-Bosch-Stickstoff, der mit viel Energieaufwand aus der Luft gepretzelt wird und dann auf die Felder gestreut wird und dann den Boden schnell auch ein bisschen beschädigen kann, weil der Humus einfach schneller abgebaut wird und auch Nährstoff ins System kommt, die die Rebe gar nicht bräuchte, also auch das Grundwasser im Nachgang nicht.

00:11:32: Ist auch ein riesen CO²-Abdruck, müsste meiner Meinung nach mit anders umgegangen werden.

00:11:37: Ist ja auch einiges in der Konvention der Landwirtschaft im Umbruch, finde ich auch persönlich ganz gut und richtig.

00:11:44: Muss man nur begrüßen.

00:11:45: Ist aber auch teilweise mit Pferdefüßen verbunden.

00:11:47: Ein bisschen Dünger brauchen wir schon auch.

00:11:49: Also bei uns ist es in der hauptsächlich die Gründüngung, wo wir halt Begrünung einsehen, wo Leguminosen drin sind, um Stickstoff aus der Luft zu ziehen, damit die Kraft der Sonne quasi auch zu nutzen.

00:11:59: Hat noch einen charmanten Nebeneffekt.

00:12:01: an Böden, die so ein bisschen überdünkt waren von den Vorbesitzern oder Großvätern oder wo irgendwo einfach die Natur historisch so gut gemeint hat, entzieh ich eher Nährstoff und fahre den Boden so ein bisschen in ärmeres Niveau rein und da wo.

00:12:15: Stickstoff fehlt, was schon im Schiefersteilhang schnell die Regel ist, wächst die Leguminose, sammelt viel Stickstoff und macht den Boden besser über die Wurzelsysteme, die da gebildet werden und auch das Verrotten und auch dem Lebensraum.

00:12:28: Also man muss das immer als Ganzes sehen, also die Begrünung ist nicht nur einfach einfach ein grüner Teppich, sondern echter Lebensraum für viele, viele, viele Arten.

00:12:36: Bei uns steht die Biene da so ein bisschen plakativ im Vordergrund, haben auch die Eddischen Beamer kreiert.

00:12:43: Aber es sind eigentlich Millionen von kleinen Helfern, die da unterwegs sind.

00:12:47: Die nächste Säule ist der Verzicht auf Herbizide.

00:12:50: Das ist eigentlich nur konsequent, wenn man ökologisch arbeitet, dass man so kein Glyphosat oder sonstige Herbizide einsetzt, ist auch in der EU-Biorichtlinie so vorgeschrieben, ist auch absolutes Obligo.

00:13:02: Finde ich persönlich auch nur richtig.

00:13:03: Zum einen wurde ja festgestellt, dass man es hier und da im Essen findet.

00:13:08: Oder im Trinken, im Wein.

00:13:09: Auch wer das denn ahnen kann, wenn man es auf den Boden spritzt und der Stoff von der Wurzel aufgenommen wird, der da einmal auch in den Trauben ist oder im Wein.

00:13:17: Schrecklich, oder?

00:13:18: Nee, oder halt auch nicht.

00:13:19: Also im Bio-Wein halt nicht.

00:13:22: Dann der nächste Punkt ist der Verzicht auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel.

00:13:27: Da ist auch ein Riesenfeld.

00:13:29: Ich vergleiche mal ein bisschen mit der humanen Medizin.

00:13:31: Also bei uns sind einfach die ganzen Antibiotika verboten.

00:13:35: Die ganze Chemotherapie, der gesamte Apparat, der in Anführungszeichen massiven Chemicals ist raus.

00:13:42: Wir haben nur Biomittel.

00:13:44: Wir sind da mineralischen und pflanzlichen Präparatebereich.

00:13:47: Also das wichtigste Element ist nach wie vor der Schwefel, der ist auch nicht wegzudenken.

00:13:52: Man könnte zwar reduzieren, aber wegdenken möchte ich nicht, weil er einfach viele, viele Benefits hat.

00:13:57: Er ist auch dann für die Umwelt ein wichtiger Dünger, also Essmangel ist mittlerweile ein Thema.

00:14:03: Dann haben wir das Spur von Kupfer, die wir nur mit den Pivis wirklich auf nahe Null runter kriegen, aber in den konventionellen Rebsoch, die sehr weich sind.

00:14:11: gegen den falschen Mehltau, den wir damit behandeln, ist es nicht wegzukriegen.

00:14:17: Also da brauchen wir ein bisschen CU, brauchen wir, also Kupfer, ist aber in einer kleinen Menge auch meines Erachtens nach absolut vertretbar.

00:14:24: Und dann kommen die ganzen Kräuterprühen, die sogenannte Salogenese, also wir haben die Pathogenese, wo wir gegen die Pilze arbeiten und natürlich Salogenese, wo wir für die Umwelt einfach im Netzwerk quasi arbeiten und ein Netz bauen oder... wachsen lassen.

00:14:40: Eigentlich sparen wir jetzt noch mal selber, wir sind da nur Naturassistent, um halt eben Patogene fernzuhalten, so kurz ausgedrückt.

00:14:48: Das ist ja hochchemisch, hochbio, Diversität, alles Mögliche, was da für dich im Kopf immer eine Rolle spielt.

00:14:55: Am Ende zählt aber ja dann doch vor allem auch der Geschmack, auch für dich.

00:14:58: Wie würdest du den Geschmack deiner Weine beschreiben?

00:15:01: Und inwieweit holst du dir auch Feedback ein?

00:15:04: Inwieweit spricht man darüber?

00:15:06: Weil das ist ja am Ende das Hauptverkaufsargument neben dem Etikett, was wir am Anfang

00:15:09: besprochen haben.

00:15:10: Also der Ziel ist ganz einfach, um Punkt gebracht.

00:15:12: Bei uns, wir wollen hochwertigste Qualität liefern, die nachmöglich gehört, nicht getoppt wird.

00:15:18: hoher Anspruch zeig gleich schick ich nichts bei die traditionelle großen Weinbewerter im Moment hin, weil wir jahrelang jetzt zu wenig Wein hatten und auch in fünfzehn Ländern diese Erde gute Partner haben.

00:15:29: Unter anderem in der Schweiz.

00:15:30: Delinat ist ein ganz wichtiger Partner bei uns, die auch die strengste Richtlinie Europas haben, wo wir auch Fan von sind.

00:15:37: Und das hat auch mit Leib und Zähle unterstützen und auch mit der tollen Qualität unserer Produkte.

00:15:42: Also der Anspruch ist extrem hoch.

00:15:44: Wir produzieren halt beste Rieslingweine, beste Pinus in allen Facetten, inklusive dem Sekt, den wir hier im eigenen Hof abfüllen.

00:15:52: Und auch Petnats habe ich eben gar nicht genannt, also mal coole moderne Produkte auch davon haben.

00:15:58: Und die Pivis in Liste sind vor allen Dingen Souvignac, Cabernet Plant, Regent, Cabernet Cortes und Bissin Saturnois, die da bei uns die Hauptrolle spielen.

00:16:08: Demnächst kommt noch der Souvignet Cri dabei.

00:16:11: Da ist so, sagen wir, der viel bessere Grauburgunder.

00:16:14: Für alle die Grauburgunder lieben, ist das eigentlich die Sochte der Zukunft, weil der Grauburgunder meiner Meinung nach einfach eine... bisschen zu empfindliche Rebsorte ist und nur in wirklich besten Lagen und Winzerhänden einen großartigen Wein gibt, so wie eine Krie ist deutlich einfacher, großartige Weine zu machen und schmeckt wirklich noch besser.

00:16:33: Also wir können mit den Pivis auch bessere Weine machen wie mit den konventionellen Reben.

00:16:38: wenn gleich so ein Riesling und Pinot eingeschnitt zu ersetzen ist.

00:16:41: Noch nicht.

00:16:41: Wir suchen.

00:16:42: Und wir laufen so Testabende ab, letzt so ein Menschen hier aus dem Ort ein oder wird es dann ganz professionell.

00:16:49: Es gibt ja mal diese Darstellung, wie viel Säuren, Wein hat jetzt mal ganz einfach gesagt, andere Mineralien, Geschmäcker, Schokolade, was es sich irgendwie gespuren von, die man da rausschmecken kann oder angeblich rausschmeckt als Profi.

00:17:01: Ich finde das mal beeindruckend.

00:17:02: Einerseits auf der anderen Seite hat ja jeder auch ein... persönlichen Geschmack.

00:17:07: Und irgendwo musst du es ja so hinkriegen, dass es eigentlich fast allen schmeckt.

00:17:11: Oder wie kriegst du es hin?

00:17:14: Also, da ist immer so ein Satz, den ich halt gerne sage, es Weinkenner zu werden, ist ein langer Weg, aber eine geile Zeit.

00:17:21: Also, probier's einfach aus, Leute.

00:17:23: Also, da kann ich nur jedem empfehlen, mal sich über die Supermarktregale hinweg zu bewegen.

00:17:30: Weil ich sage jetzt mal, was bei den großen Discount-Märkten steht, das ist in der Regel sind da Chargengrößen, die also meiner zehnfachen Jahresmenge hier über alle Produkte, wir machen zwanzig Schweine jedes Jahr, entspricht.

00:17:45: Und ich sage immer, das ist schon, also Gelinde gesagt, einfach irgendwo nicht die A-Sortierung, um das mal positiv noch auszudrücken.

00:17:56: sind immer weine, die ich persönlich relativ seelenlos finde.

00:17:58: Da ist auch etwas, was mir immer wichtig ist, dass der Wein so eine Seele hat, dass der Wein Freude bereitet, dass der Energie gibt, dass er da einen Watt gibt und auch ein gutes Gefühl hinterlässt, auch am nächsten Tag.

00:18:10: Was meiner Meinung nach nur mit diesem Artenschutz und Biodiversitäts- und Biodynamie-Gedanken so funktioniert.

00:18:18: Mal ein Beispiel.

00:18:19: Also wenn ich jetzt ein Riesing von mir, wo dann außer Traube häufig gar nichts dazukommt, der wird einfach so vergoren, dann kommt am Ende ein paar moleküle Schwefel drauf, gerade weil er sich benimmt mehr nicht.

00:18:29: Und dann... ... ist dann ein großartiger Riesling ... ... und der steht also auch größten Namen ... ... wie Egon Müller ... ... oder ... ... von Volksem ... ... oder einem ... ... Weingut Nick Weiß ... ... dann ... ... eigentlich nix nach.

00:18:42: Natürlich haben wir unsere Lagen ... ... wir sind jetzt nicht am Schatzhof ... ... wie der Egon ... ... oder nicht wie der Nick ... ... mit vielen Lagen der Mittelmosele ... ... von Laurentius Leib ... ... ist dann die Saar runter ... ... Bombenfundus hat ... ... oder Berni Kürsten ... ... auch grandioses Weingut ... ... wo auch große Lagenportfodus haben ... Also da haben wir halt mit unserem Honigberg.

00:19:00: Wir sind ja sehr zentriert hier.

00:19:02: Mir wollten auch immer möglichst arrondiert hier am Heimatort sein, weil es finde ich wichtig ist, dass das System möglichst ungestört ist, dass die ganze Fläche, die man also eurer Nachbarn zur Verfügung hat, auch nach Möglichkeit möglichst viel Bioanteil enthält.

00:19:13: Sind wir übrigens hier.

00:19:15: Eine absoluten Biohochburg an der ganzen Mosel.

00:19:17: Ich glaube, es gibt kein Berg, denn mehr Bioanteile hat wie hier.

00:19:20: Also hier ist rund ein Viertel biologisch zertifiziert und nochmal rund die Hälfte der Rebfläche.

00:19:26: Und ich sage, dass die Winzer echt einen guten modernen konventionellen Weinbau betreiben mit möglichst wenig Chemieinsatz.

00:19:32: Und das ist echt eine Hochburg.

00:19:35: Jeder, der sich mal angucken will, ist herzlich willkommen.

00:19:37: Wir haben Gästezimmer.

00:19:38: Wir können uns besuchen.

00:19:41: Termine machen, die Wine-Events, die Rebenteater und alles sind ganz sich immer beim Newsletter anmeldet bei uns auf der Homepage und dann sind sie im Verteiler, fünfmal im Jahr oder sowas schaue ich einen schönen Newsletter zu bauen.

00:19:53: Wir werden doch nicht zu intensiv machen.

00:19:58: Es ist einfach ne Affengeile Region hier, also da kann man schon aushalten.

00:20:01: Mit tollen Restaurants und tollen Winzern und und und.

00:20:03: Ich merke schon, du bist fast ein Botschafter nicht nur für den Wein, sondern für die Region auch ein bisschen, weil es dir am Herzen liegt und du von hier ja auch bist, ganz offensichtlich.

00:20:11: Du kennst dich hier gut aus, du bist ja von hier.

00:20:14: Was kann man denn hier so in der Umgebung Schönes erleben, außer natürlich den leckeren Wein zu verkosten?

00:20:18: Ja,

00:20:19: also mittlerweile sind wir nicht nur Geheimtipps, sondern wirklich auch einer der... ... grandiosesten touristischen Regionen Deutschlands, finde ich.

00:20:27: Also hier gibt es die ... ... Wanderwege, die besten Wanderwege Europas ... ... Lord Manuel Antrag, ... ... dem alten Co-host von Harald Schmidt.

00:20:34: Und er muss wissen, er hat ja Bücher geschrieben über het Wandern ... ... und ist schon viel durch Europa getingelt.

00:20:39: Ich finde es einfach grandios, einfach ... Flasche Wein in den Rucksack, Flasche Wasser, zwei, drei gute Kollegen und dann einfach mal loswandern.

00:20:46: Das macht so einen Kopf frei, hier kannst du mit der Komot-Erbo oder sonstigen mit gutem Kartenmaterial grandiose Wanderwege erkunden, die halt bergauf bergab gehen und nicht so langweilig sind wie im Flachen zu wandern, finde ich.

00:20:59: Dann kannst du mit dem Mountainbike fahren, gleiche Spiel oder kannst du mit dem Fahrrad reisen.

00:21:04: Wir haben den Mara Mosell Radweg hier vor der Tür.

00:21:07: Wir haben mit dem malerischen Berndkastel und dem historischen Trier großartige Städte in Reichweite.

00:21:14: einer der höchsten Sterne Gastronomie-disch in Deutschland.

00:21:17: Ihr kannst da auch an jeder Ecke gut burgerlich essen, muss aber vorher reservieren mittlerweile.

00:21:21: Nach Corona ist es nicht mehr wie vor Corona, muss schon.

00:21:24: Reiseplanung ist wichtig.

00:21:26: Wir packen euch auch Wanderrucksäcke, wenn ihr wollt.

00:21:28: Ist noch so ein Kleinflaschenprojekt in Petto, vielleicht machen wir da noch was.

00:21:31: Wer ein bisschen raus aus dem hektischen Stadtleben rein ins Land und Bock darauf hat, der ist hier richtig.

00:21:38: Und natürlich auch die Wine-Events.

00:21:40: Also wir machen immer so geschlossene Veranstaltungen, weil da kann ich mich halt besser vorbereiten, auch in kleineren Rahmen, wo das ein bisschen exklusiver ist, mit gastronomischer Rahmenprogrammen, auch Back-Events oder großen Sommernachtstraum, wo man so ein richtig geiles Fest auch machen.

00:21:55: Einfach mal reinschnuppern.

00:21:58: Wie ist das so wenn man Wein Bootschafter oder Weinkenner werden will.

00:22:01: Du hast ja gerade schon gesagt der Weg ist lang aber geil fand ich sehr schön.

00:22:05: Den könnte man ja hier ganz gut beginnen.

00:22:07: oder wenn man immer schon gedacht hat okay ich will mal so ein bisschen bogen jetzt um die Supermarktregale machen gerade die Weine wo man sich so komisch da so.

00:22:13: runterbücken muss, damit die noch günstiger sind.

00:22:15: Das kann man ja mal links liegen lassen und ein bisschen mehr auch ausgeben.

00:22:17: Genau.

00:22:18: Und dann vielleicht auch mal das Verbinden mit einem kleinen Ausflug, zum Beispiel hier in eure Region, sich mal so ein bisschen durch den Weinberg testen.

00:22:25: Das ist ja alles möglich.

00:22:26: Ist das so der Weg zum Weinkenner?

00:22:28: Ja,

00:22:28: klar.

00:22:29: Also, ich sage immer, jeder schmeckt das eigentlich wie ein Profi.

00:22:31: Der hat nur nicht das Register dazu, was natürlich bei einem Profi, der schon keine Ahnung, Zehntausend Wein in seinem Leben probiert, hat vielleicht ein bisschen breiter gefächert ist wie... Jemand der jetzt nur diese Basisweine kennt.

00:22:42: Also ich kann nur jedem sagen, wer unsere Qualität kennt, der kommt nie wieder zum Supermarktregal zurück.

00:22:49: Wenn da nur von sehr gepflegten Fachhändlern, das ist schon möglich, gibt auch in anderen Regionen der Welt großartige Weine, aber die Mosel hat ein Spektrum, das ist schon einzigartig.

00:22:58: Zumal wir der Kronproffiteur des Klimawandels der letzten vierzig Jahre einfach sind, früher war es schon hier sehr sauer und auch oft nicht unbedingt reif, was für die Süßweine in der Historie dazu geführt hat, hat wir also die teuersten Süßweine der Welt hatten, beziehungsweise sogar die teuersten Weißweine der Welt, sogar teilweise teurer wie großartige Rotweine aus dem Nachbarland Frankreich.

00:23:19: Und mittlerweile können wir tatsächlich eigentlich, klingt jetzt doof, aber alles, wir können einen tollen Schlanken... Weißwein machen, teilweise auch mit Restzucker, natürlichem Restzucker und Kabi zum Beispiel, ein geiles Produkt.

00:23:30: Und siebenhalb Alkohol bei Nature.

00:23:33: Und dann haben wir tolle, große Rieslinge, die wir bei uns auch nicht übertreten.

00:23:37: Also da lassen wir in der Regel so bei zwölf, maximal zwölf und ein halb, lassen wir gut sein vom Erntezeitpunkt her.

00:23:43: Könnten wir auch mehr, wir könnten nur vierzehn machen mit dem Riesling, aber das wäre wilder, also ich will das nicht.

00:23:47: Und dann haben wir großartige Rotweine, wo wir halt auch wirklich dieses cool Kleime super reingearbeitet haben, die ich teilweise mit tollen Winzern aus dem Rioja eins zu eins gegen deren große gewächse Tausch, obwohl deren Preise teilweise dreifache von uns anbetragen.

00:24:00: Ja, wo bekomme ich meinen Wein, meinen genussvollen Moment?

00:24:04: Wo kann ich das alles kaufen?

00:24:06: Gibt verschiedene Möglichkeiten.

00:24:07: Supermarkt haben wir schon drüber gesprochen.

00:24:09: Eher schwierig, wenn man richtig Qualität haben möchte, wenn man vielleicht auch mal ein bisschen mehr ausgeben möchte.

00:24:14: Eine Alternative, wo auch du... Gut, präsent bist, ist ja Delinat.

00:24:18: Für alle, die es nicht kennen, dieses Vertriebssystem nenn ich jetzt mal ganz bürokratisch.

00:24:23: Was steckt dahinter?

00:24:24: Was ist die Philosophie?

00:24:25: Ja, Delinat ist ein in der Schweiz gegründeter Händler, der im Prinzip eine eigene Richtlinie schon ganz früh hatte, schon weit vor EU-Richtlinien und ist auch die strengste Richtlinie Europas.

00:24:36: Wir haben eine ganz, ganz patente Sammlung an Winzern aus ganz Europa zusammengesucht, wo wir auch dazugehören.

00:24:43: Und da gibt es echt geile Weine.

00:24:44: Da können wir so ein Abo-Kisschen bestellen, wo er im Prinzip, so wie er es wollte, einmal im Jahr oder zwei, drei, vier, zehn Mal im Jahr, so wie er es wollte, verschiedene Flaschen von den coolen Winzern von der Delinat-Familie da quasi geschickt bekommt.

00:24:57: Könnt jederzeit kündigen, ist super, super, super Händler, wo man eigentlich nur gute Weine kriegt.

00:25:03: Wenn ich jetzt Kunde wäre, würde ich, glaube ich, nur da kaufen.

00:25:06: Also wird einfach schon eine geile Auswahl.

00:25:08: Das ist aus ganz Europa auch mit verschiedenen Stilen, verschiedenen Themen.

00:25:11: Wer jetzt lieber Sekt dringend oder Brickler hat, der kriegt dafür eine Kiste.

00:25:15: Wer lieber schwere Rotweine aus Südauropa hat, wo wir übrigens auch schon als Gerediama drin waren, also doch geklappt.

00:25:23: drin liebt, der findet da seinen Wein und auch eine ganz kompetente Beratung sowohl online als auch am Telefon.

00:25:31: Ich habe dieses Wein-Abo selbst auch und das Schöne ist, das kommt erst mal in so ein sehr wertigen Karton, den man übrigens auch zurück schicken kann.

00:25:37: wegen der Nachhaltigkeit, finde ich das auch super.

00:25:39: Und da sind auch so kleine Flyer mit dabei, man kann sich da durchblättern und das steigert noch mal so ein bisschen die Lust.

00:25:44: Bevor man die Flasche öffnet, hat man schon mal so ein bisschen Input.

00:25:47: Woher kommt der Wein?

00:25:48: Wie schmeckt er?

00:25:48: Was erwartet mich an der Stelle?

00:25:50: Und das ist ja für dich als Winzer, glaube ich, auch ein ganz schöner... schönes Umfeld, wo man sich wohlfühlt und gerne auch seine Weine mit reingibt und präsentiert, oder?

00:25:58: Genau, genau.

00:25:59: Also das ist für uns auch ein wichtiger Partner einfach, weil wir halt neue Kunden in der Schweiz, in Österreich, in teilweise umliegenden Regionen, teilweise aber auch in Deutschland finden.

00:26:10: Und so ist dann ein schönes zwei Gewinnerspiel, wo auch der Händler, der halt eben sehr nachhaltig denkt und arbeitet, zu uns auch passt einfach dann die Sache hier befruchtet und am Leben hält.

00:26:19: Okay, unsere Empfehlung Delinat auf jeden Fall mal ausprobieren.

00:26:23: So der Blick in die Zukunft, du bist ja noch relativ jung.

00:26:26: Was glaubst du?

00:26:26: Was bringen so die nächsten Jahre?

00:26:28: Wahrscheinlich neue Richtlinien, davon kann man leider ausgehen.

00:26:31: Aber an sich, du hast ja auch Pläne.

00:26:32: Was hast du mit deinen Hängen, mit den goldenen Hängen hier vor?

00:26:36: Ja, das wird eine sehr spannende Zukunft.

00:26:38: Wir haben tatsächlich im Moment eine Situation, also ich schätze mal locker fünf Betriebe von zehn keinen Nachfolger haben.

00:26:46: Das heißt, wir haben eine Überalterung der Winzer zu wenig Leute, die heute diesen doch teilweise doch etwas harten körperlichen Job machen wollen.

00:26:54: übernehmen wollen, dann haben wir natürlich das nächste Problem, die Märkte ändern sich, sprich, es gibt zu viel Wein weltweit auf dem Markt, was die Steilagen natürlich überproportional einfach angreift.

00:27:06: Also wir werden auch einzelne Flächen roten müssen, wir werden mehr mit Permakultur, Ideen arbeiten, wir werden insgesamt weniger Reben pflegen müssen in Zukunft, wenn wir kaum noch diese Arbeit schaffen.

00:27:18: Es ist wirklich so, dass jetzt einfach schon härter geworden ist im Winsterleben.

00:27:22: Wir brauchen auch hekische Unterstufe, Also helft uns, wo es geht.

00:27:26: Wer mal vorbeikommen will, sich da angucken will, wie gesagt herzlich willkommen.

00:27:29: Und die Zukunft ist aber trotzdem da.

00:27:32: Also ich mache mal da jetzt keine riesen Zukunftsängste.

00:27:34: Wir haben ein sehr, sehr schönes Portfolio aus tollen Sekten, tollen Weinen und noch ein bisschen was alkoholfreiem.

00:27:42: Was war auch liebend.

00:27:45: muss immer nur Alkohol sein und die touristische Säule wird auch die nächsten Jahre, denke ich, auch noch eine Rolle spielen, weil wir einfach irgendwo Koeinnahmen brauchen.

00:27:53: Nur mit Wein aus der Steillage, mit viel, viel Manpower produziert zu überleben, wird immer schwieriger.

00:27:59: Ja, umso mehr vielleicht hier nochmal der Aufruf, vielleicht ein bisschen höher im Preis-Segment auch mal zu gucken, nach besseren Weinen zu greifen, dafür vielleicht auch genussvoller Schluck für Schluck zu trinken und nicht so zack, zack, zack, Glas für Glas.

00:28:13: Ich glaube, du bist der beste Grund, es genauso zu machen, zum Weinkenner auch zu werden und vielleicht auch von Menschen wie dir zu lernen, weil du sprichst ja auch gern darüber, wenn man dich hier trifft.

00:28:23: Natürlich nur vorangemeldet, einfach so spontan vorbeikommen ist schwierig, du hast immer viel zu tun.

00:28:27: Genau.

00:28:27: Aber wenn man dich mal trifft und da hat und mit dir so ein Glas Wein trinkt, da lernt man ja auch eine Menge.

00:28:31: Und aus Lernen wird dann irgendwann Leidenschaft und dann wird man irgendwann ein Weinkenner.

00:28:35: Ich habe es mir auf jeden Fall jetzt nochmal mehr vorgenommen.

00:28:37: Vielen Dank für das Gespräch hier bei Lieblingsreisen.

00:28:40: Ja, danke, das war mir eine Freude.